Im Weblog von Jean-Pol Martin habe ich diese interessanten Artikel gefunden:
Web 2.0 in der Schule / Web 2.0 in der Schule (Fortsetzung)
Erkenntnisse: Web2.0-Werkzeuge werden also bereits mit Erfolg im Unterricht oder in unterrichtsbegleitenden Aktivitäten eingesetzt. Einsatzbereiche sind sowohl Projektarbeiten, als auch die Dokumentation des Unterrichts.
Im ersten der beiden Artikel wird auf die Gefahr eingegangen, dass aus lauter Freude am Werkzeug und der mit ihr möglichen Kommunikation mit Mitschülern die eigentliche Arbeit zu kurz kommen könnte. Meine These hierzu wäre, dass die Stärke dieser Gefahr von der Bezogenheit des Werkzeuges zum Lernen abhängt. Klar ist, dass ein reines Forum – ohne spezielle Lernfunktion, im Prinzip “nur” der Kommunikation dienlich – zum Abschweifen verleiten könnte. Hingegen ein dediziertes Lernwerkzeug wie ediscio.de bietet die Kommunikationsfunktionen stets eingebettet in das Lernwerkzeug selbst an, und regt zur Nutzung von sozialen Lernfunktionen an – wie etwa den themenbezogenen Link “Welcher Kumpel kennt sich damit aus?”, welcher zu einzelnen Tags die Experten im Freundeskreis findet. Hier bietet das Nutzen einer direkt Lern-bezogenen Funktion dem Lernenden einen Nutz- und auch einen gewissen Spaßfaktor. Die Lernfunktionen sind in dem Werkzeug also so präsent, dass das Risiko der Ablenkung geringer ist.
Ein weitere interessanter Punkt: Erwünscht sei ein Neuronenverhalten aller Gruppenmitglieder in einem Online-Lerntool. Diese Metapher ist für mich neu, aber ich kann nur zustimmen – so habe ich mir das Verhalten einer Nutzerin / eines Nutzers von ediscio.de idealerweise vorgestellt.
Im zweiten Artikel meint Martin:
Ich denke, dass zwar die Stimmung im Unterricht und bei der Arbeit sich sehr entspannen wird, aber es wird dennoch notwendig sein, die Schüler und Studenten zur “Arbeit” anzuhalten.
Das könnte ich mir auch vorstellen. Bezogen auf ediscio.de kann man zwar sagen, dass es gerade ein Tool ist, das zum eigenverantwortlichen und selbstmotivierten Arbeiten anregen soll, und diese Anreize ja auch durchaus bietet. Die Frage ist allerdings – wie bei allem im Leben – ob man es aus eigenem Antrieb nutzt / es selbst entdeckt hat, oder durch eine externe Autorität dadurch angetrieben wird. Und dabei ist ja klar, in welchem Falle die Motivation größer sein wird.
Per Zufall auf diesen Artikel gestoßen. Gegenüber den beiden Artikel oben hat sich eine sehr radikale Entwicklung ergeben. Ich bin jetzt im Computerraum und auf einmal ist alles anders!
Hier der Blogeintrag: http://jeanpol.wordpress.com/2008/12/16/ldl-web20-die-ultimative-losung/